Nach
dem Beginn der Partien am Sonntag morgen waren nur 4
der 6 Bretter unserer Gäste aus Malschenberg besetzt. F. Brockhammer und A.
Lauf, die für Brett 1 und 2 vorgesehen waren, erschienen nicht. Mit diesen 2
Punkten Vorsprung war es - aus Sicht der Mannschaft- noch nicht bedenklich, als
Lukas Mairon auf Brett 6 zwar eine Mehrfigur hatte, sich jedoch aus einer
beengten Situation nicht befreien konnte und überraschend verlor.
Etwas
später musste jedoch auch Michael Partin auf Brett 4 sich geschlagen geben:
Sowohl materiell wie auch nach der Stellungsbeurteilung, war für ihn nichts
mehr zu holen. Dafür sah es an Brett 5 recht rosig aus: Christopher Kappe
erspielte sich einen freien Mehrbauern und kam in ein Endspiel, das einfach
gewonnen werden konnte. 3:2 stand es also und es sollte wieder alles an Oliver
Mairon auf Brett 3 hängen: Ein Remis würde für den Mannschaftssieg reichen. Und
tatsächlich hatte er sich auch eine Qualität für einen Bauern erspielt und sein
Gegner geriet vor der Kontrolle nach 40 Zügen in Zeitnot. Aber offensichtich lies nach mehr als 3 Stunden die
Konzentration nach und nach einer weiteren Stunde zähen Ringes musste er sich
geschlagen geben: 3 Zentrale Bauern rollten auf den König zu und konnten nicht
mehr gestoppt werden.
Also
blieb es beim 3:3 - kein schlechtes Ergebnis, aber nach den zwischenzeitlich so
guten Stellungen auf den Brettern 3 und 6 dann doch eine kleine Enttäuschung.
Holger
Mairon
Die
vierte Mannschaft trat heute eigentlich als Favorit an: Im Schnitt lagen wir
mehr als 80 Punkte vor der Mannschaft aus Hoffenheim. Doch leider konnten wir
dieser Rolle nicht ganz gerecht werden und erzielten nur ein Mannschaftsremis.
Im
Einzelnen: Wie so oft endete die Partie des letzten Brettes zuerst: Lukas
Mairon konnte im Spielverlauf 3 Bauern gut machen und letztendlich in einem
Endspiel Dame gegen Dame + 3 Bauern Matt setzten. Ein guter Einstieg für die
Mannschaft. Bald darauf endete die Partie an Brett 5, jedoch leider ohne Punkt
für uns. Andreas Weise, der als einziger einen nach DWZ überlegenen
Gegner hatte, musste sich geschlagen geben. Zu dieser Zeit geschah am
Brett 1 das Unerwartete: Carsten Ziegler, der aus einer stürmischen Eröffnung
leider mit einigen strukturellen Schwierigkeiten herauskam und schließlich auch
materiell ins Hintertreffen geraten war, schaffte es dem Gegner einen ganzen
Turm ohne Kompensation zu nehmen und nun war es mit einem Materialunterschied
von Läufer gegen 3 Bauern auf einmal wieder sehr spannend. Um die Umwandlung
der Bauern zu verhindern, sperrte er den gegnerischen König ab, so dass dieser
seine Bauern nicht unterstützen konnte und schließlich einigte man sich auf
Remis.
Der
Autor, an Brett 2, spielte zum ersten Mal gegen d4 ein Wolgagambit, bei dem
Schwarz einen Bauer für Initiative und offenen Linien gibt. Als es auf diesen
Linien zu einer Blockadesituation kam, aus der keine Seite Vorteil für sich ziehen
konnte, einigte man sich ebenfalls auf Remis.
Jetzt
sollte sich das Mannschaftsergebnis also auf Brett 3 und 4 entscheiden. Auf 4
sah es bald jedoch gar nicht mehr gut aus: Durch einen Turm auf der 7ten Reihe
waren die Figuren von Michael Partin so sehr behindert, dass sich sein Gegner
ein Figurenopfer leisten konnte, um ein Matt herbei zu führen. 2 zu 3: Jetzt
hing alles von Oliver Mairon ab. Er hatte schon einige Remis Gebote seines
Gegners abgelegt, obwohl das Spiel materiell ausgeglichen war. Er hatte jedoch
die Initiative und einige gute Ideen, so dass er mit Läufer, Springer und Turm
ein wunderschönes Matt zusammengezimmert hätte - hätte sein Gegner nicht vorher
aufgegeben.
So stand es am Schluss 3 zu 3, nicht unser
Wunschergebnis, aber ein aufregender Spieltag mit Höhen und Tiefen.
Hier die Tabelle:
Huber, Christian (1528) - Ziegler, Carsten (1640) 1 /
2
Beschen, Thomas (1328) -
Mairon, Holger (1466) 1 / 2
Dehning, Lars (1146) -
Mairon, Oliver (1486) 0 - 1
Hassert, Gerhard (1234) - Partin, Michael (1349) 1 - 0
Hozo, Dzenan (1117) - Weise, Andreas (931) 1 - 0
Max, Sebastian (789) - Mairon, Lukas (830) 0 - 1