Der lange Weg nach Kiel

 

Weit und sportlich ziemlich aussichtslos ist der Weg nach Kiel. Mit 4 Punkten Rückstand auf den rettenden 9.Platz liegen die Chancen auf den Klassenerhalt wohl unter 5 %. Und glaubt man dem Vorbericht der Kieler Gastgeber werden nochmals alle Spitzenspielerinnen aufgeboten. Nun gut, Kiel ist schön, dass Wetter soll auch gut werden, und wenn sich dann die Staus auf der Autobahn in Grenzen halten wird es zumindest eine schöne Ausflugsfahrt in den hohen Norden. Ähnlich geht es auch unserem schwäbischen Reisepartner aus Stuttgart, der bereits definitiv abgestiegen ist.

 

Die einzige Klassenerhaltshoffnung besteht darin, dass sich ein Team aus der Liga zurückzieht. Aufgrund der schwierigen Situation im Damenschach (auch wenn die Tagung in Halle wohl sehr positiv verlief) und den immer weiter steigenden Kosten in dieser Liga eine mögliche Variante, wenn auch nur mit geringen Aussichten auf Erfolg. Allerdings müssten wir hierzu erst einmal die Pankower Damen hinter uns lassen, die aber das wohl leichtere Restprogramm haben.

 

An der Spitze gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den punktgleichen Teams aus Halle und Baden-Oos. Der mehrfache Damenmeister aus der badischen Kurstadt hat mit Dresden und Rodewisch das deutlich schwerere Restprogramm. Sollten beide  Teams ihre Kämpfe gewinnen, muss ein Stichkampf über den Titel entscheiden. Theoretisch könnte auch Karlsruhe noch ins Titelrennen eingreifen, aber die Chancen sind relativ gering.

 

Mal schauen, wie es am Sonntag ausgeht, auf jeden Fall wird es einen neuen Deutschen Meister geben!

 

Peter Schell

Schachverein Walldorf