7.Spieltag

 

Am nächsten Tag erfuhren wir dann auf unserer Hinfahrt, daß der Mitabstiegskandidat gewonnen hatte,

so daß es durchaus noch für uns theoretisch möglich war abzusteigen. Aber unsere heutigen Gegnerinnen

ließen Brett 1 und 4 frei, so daß wir bereits bei Spielbeginn mit 2:0 führten.

Wieder einmal gewann Anna Hauser im Endspiel und auch an den anderen Brettern sah es ganz gut aus. Alissa Berger verlor aber leider trotzdem, während Olga Lopatin die Partie für sich entscheiden konnte. Und wie immer wartete man auf Gulsana, die sich aber heute mit einem Remis zufrieden gab, so daß wir noch unseren Nichtabstieg mit einem Kaffee feiern konnten.

 

Abschließend kann man sagen, hier ein bißchen Glück, hier ein bißchen Pech gehabt, aber insgesamt doch verdient in der 2.Damenbundesliga geblieben.

 

Krefeld - Walldorf  1,5:4,5

 

Polina Zilbermann            1:0 kl.

Olga Lopatina                  1:0

Gulsana Barpiyeva            remis

Tanja Bach                      1:0 kl.

Alissa Berger                   0:1

Anna Hauser                    1:0

 

Zur Info
Krefeld mit kurzfristigen Aufstellungsproblemen, hatte jedoch am Samstag mit 4 Spielerinnen

gegen Tabellenführer Mainz 3:3 gespielt, also war dieser Kampf bestimmt kein Selbstläufer.

 

 

6.Spieltag

 

Am Samstag, den 13.03.04 quetschten wir uns in den Beatle von Andreas Trinkl und fuhren zu unserer

vorletzten Runde gegen Heiden, die gewonnen werden mußte. Es fing auch alles ganz gut an. Anna Hauser

gewann am letzten Brett, nachdem sie bewies, daß sie Endspiele besser beherrscht als ihre Gegnerin.

An Brett 5 opferte Alissa Bergers Gegnerin eine Figur für einen Angriff, den sie aber nicht korrekt

fortzuführen wußte, Alissa dagegen verstand es sich zu verteidigen und konnte zum Schluß mattsetzen.

Zu diesem 2:0 gesellte sich bald ein dritter Punkt hinzu, denn an Brett 4 konnte Tanja Bach durch den

Angriff auf den König Material gewinnen, woraufhin die Dame aus Heiden aufgab.

Aus unerklärlichen Gründen kam Polina Zilbermann an Brett 1 in Zeitnot und verlor, trotz ihrer sehr guten Stellung. Olga Lopatin, die zum ersten Mal für uns gespielt hatte, begann ihren Einstieg leider mit einer Niederlage. And last but not least, aber wie fast immer, Gulsana Barpiyeva spielte noch, aber es sah sehr gut für sie aus. Und nach einigen wohldurchdachten Zügen konnte sie mit ihrem Läufer die Gegnerin mattsetzen.

Das bedeutete:

 

Walldorf – Heiden 4:2

 

Polina Zilbermann  0:1

Olga Lopatina        0:1

Gulsana Barpiyeva 1:0

Tanja Bach   1:0

Alissa Berger        1:0

Anna Hauser          1:0

 

Glücklich fuhren wir nach Hause, im Glauben nicht mehr absteigen zu können.

 

 

5.Spieltag der 2.Frauenbundesliga 

 

Ein kurze humorvolle Story

Zum besseren Verständnis des nachfolgenden Artikels !!

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Frauenschach - einschläfernd?

Beim ersten Überlesen verstand ich erst : "Frauenschach - einschläfern?" und dachte mir: hart, aber

vielleicht nicht ganz unberechtigt. Wir haben uns ja in den letzten Partien nicht gerade mit Ruhm

bekleckert und dann stellt sich natürlich mal wieder die Frage, warum brauchen Frauen eine eigene Liga? Schlecht spielen fällt unter Männern nicht so sehr auf, und die Toilettenfrage ist besser gelöst. Bei den Verbandskämpfen unter Männern hat man immer mindestens eine Toilette für sich. Am letzten Damenspieltag musste man sich 2 Toiletten mit 11 Damen teilen, Zuschauerinnen nicht mitgerechnet. Und normalerweise verlassen Frauen das "Stille Örtchen" ordentlich, aber wenn es nur eine Ausnahme gibt ..... dann hat man nur noch einen Ort der Erleichterung und dann wird's eng.

Wieviele Damentoiletten sind eigentlich für den neuen Clubraum geplant?

Walldorf               -   Mainz                          1:5

Einzelergebnisse:

Dergileva, Larissa   -  Klein, Annette               0:1
Zilbermann, Polina   -  Enzmann, Ulrike            1:0
Bach, Tanja             -  Krasnopyeva, Julia        0:1
Berger, Alissa         -  Katte, Isabel                0:1
Dittrich, Jacquline  -  Zemke, Christine           0:1
Hauser, Anna           - Endreß, Anna                 0:1

 

 

3.und 4.Spieltag der 2.Frauenbundesliga 

 

Am 29. und 30. November fanden Runde 3 und 4 der 2. Damenbundesliga in Essen-Holsterhausen statt.

 

Mit Lebkuchenmännern (aus Hefeteig zum Essen) von Peter Schell ausgestattet, starteten wir diesmal mit dem "Astoriabus" in Richtung Essen-Holsterhausen. Es war eine lange und teilweise beschwerliche Reise, zumal der Bus zwar einen gewissen Raumvorteil bot, aber gleichzeitig auch gewisse Mängel in Komfort, Sicherheit und Schnelligkeit aufwies.

 

Unterwegs bekamen wir den Anruf von Gulsana, dass sie mit einem Zug später käme, da sie ihre Bahnkarten zu Hause vergessen hatte und ihr Mann diese erst mit dem Bus (er hat keinen Führerschein) bringen müsste. Das bedeutete, dass unser Brett 3 erst nach Spielbeginn eintreffen würde. Gegen 14 Uhr angekommen, es  reichte gerade noch für die Mannschaftsaufstellung, lautete die erste Begegnung:

 

Wattenscheid - Walldorf.

 

An Brett 1 konnte Katharina Bader durch Dauerschach die Gegnerin, die 2 Bauer mehr hatte, zu einer Punkteteilung zwingen. Am zweiten Brett überspielte Polina Zilberman die Wattenscheiderin und holte damit einen vollen Punkt für Walldorf. Gulsana an Brett 3 musste nicht wie sonst ihre volle Bedenkzeit ausreizen, um ihre Partie zu gewinnen. Tanja und Alissa an Brett 3 und 4 hatten nach der Eröffnung jeweils die besseren Stellungen, unterlagen allerdings der etwas größeren Routine ihrer DWZ- stärkeren Kontrahentinnen. Anna Hauser an Brett 6 hatte die wohl deutlichste Gewinnstellung von allen mit einer Figur mehr, die etwas später leider nur noch ein Qualitätsvorteil war, letztendlich zu einer Minusfigur wurde und zum Verlust der Partie führte.

 

 

Wattenscheid                            -        Walldorf                                       3,5 : 2,5

 

Goihl, Mona                 2025      -        Bader, Katharina              2105       remis

Cordes, Mary Ann       1870       -        Zilberman, Polina             2060      0:1

Büchle, Regina             1835       -        Barpiyeva, Gulsana           1999       0:1

Kraus, Tanja              1716        -        Bach, Tanja                      1658       1:0

Schaller Sigrid           1619        -        Berger, Alissa                  1521        1:0

Kähmann, Lisa              1515        -        Hauser, Anna                   1278       1:0

 

Nachdem wir alle fertig gespielt hatten und auch sehr erschöpft waren, mussten wir noch auf unseren Betreuer Andreas Trinkl warten, der sich derweil als Witwentröster betätigte. Alle Spielerinnen waren bereits gegangen, ebenso die Handvoll Zuschauer und auch der Schiedsrichter, so dass wir nur mit einem netten Mann des Holsterhauseners Schachverein warteten, der eigentlich schon längst abschließen wollte, es wohl aber nicht über das Herz brachte uns in die Kälte zu jagen. Nach langem Warten und hitzigen Diskussionen darüber, wohin wir wohl essen gehen, kam unser Bus auf den Parkplatz gerauscht. Als wir unsere Vorwürfe gegenüber Andi losgeworden waren, der sich versuchte mit fadenscheinigen Ausreden, wie " ich musste die Schlüssel zwischen 17 und 18 Uhr abholen und die Quartiere sind so weit weg..." zu entschuldigen, ging die Auseinandersetzung ums Essen Wie, Wo ,Was weiter.

 

Hier ein kleiner Auszug:

 

"Wo soll ich hinfahren?"

"Zum Italiener!"

"Nee, da waren wir beim letzen Mal, diesmal gehen wir zum Chinesen!"

"Oh nee, da kann ich nie etwas essen."

"Hauptsache es gibt auch etwas Vegetarisches!"

" Italiener ist am besten, da findet jeder was!"

"Oder Russisch, das schmeckt auch gut."

"Aber die haben doch  fast nur Fleischhaltiges."

" Ja genau, da bekommst du viiiiiiiel Fleisch"

"Ich will aber kein Fleisch!"

"Ach so."

"Da wäre was, gutbürgerliche Küche."

"Lieber nicht."

"Ich will zum Chinesen!"

"Da esse ich nichts!"

"Halt hier ist ein Italiener!"

"Nur ein Stehimbiss."

"Schade."

"Bei der nächsten Tankstelle steige ich aus und frage nach."

 

Es kommt eine Tankstelle, eine Person steigt aus.

 

" Sie fragt jetzt natürlich nur nach einem Chinesen!"

" Da esse ich nichts!"

 

Die Person kommt wieder .

 

"Die Straße runter und dann links, da kommt ein chinesisches Restaurant."

leise:" Da esse ich nichts."

"Hier links?"

Nee, weiter."

"Halt doch, hier links."

 

Hier werden die Dialoge kurz unterbrochen, denn unser Bus hat einen Platten und wir schaffen es gerade noch einen Kreis zu drehen und auf der kurz zuvor beschriebenen Tankstelle zu parken. Es werden Peter Schell (grundsätzlich in allen Fällen) und der ADAC angerufen. "Der gelbe Engel" will in einer halben bis dreiviertel Stunde hier sein und man entschließt sich, zu Fuß eine geeignetes Restaurant zu finden. Wer aber denkt, dass die Kälte und die späte Stunde zu mehr Kompromissbereitschaft animiert, irrt sich.

 

"Da gegenüber ist eine gutbürgerliche Wirtschaft, da gehen wir hin."

 

Eine Person öffnet die Tür.

 

" Da ist es zu verraucht."

 

Die Tür wird geschlossen, und die Gruppe macht sich auf den Weg etwas Neues zu suchen.

 

"Unterwegs war da doch ein Italiener:"

"Wir können ja jetzt auch zu Fuß zum Chinesen!"

" Da esse ich nichts!"

"Da ist der Italiener!!!"

"Mist, nur ein Imbiss!"

"Da weiter runter muss der Chinese sein!"

" Da esse ich nichts."

" Ich würde gern mal langsam was essen und nicht nur umherlaufen, gehen wir da rein!"

"Zu verraucht!"

"Hier?"

"Kann man nicht so gut sitzen."

"Da vielleicht?"

"Sieht so dreckig aus !"

"Und da?"

"Zu viel Leute!"

"Wie wäre es mit diesem Steakhaus?"

"Da gibt es doch nur Fleisch!!!!"

"Jetzt muss auch gleich der Chinese kommen!"

"Da esse ich nichts!"

 

Mittlerweile hatte sich der Mann vom Pannendienst gemeldet, und wir gingen alle zusammen zur Tankstelle zurück, ohne gegessen zu haben! Der Mitarbeiter vom ADAC kam angefahren, stieg aus, musterte das Auto, dann uns und ließ sich erst einmal den Mitgliedsausweis zeigen. Nachdem alle Formulare ausgefüllt waren, verlangte er nach dem Werkzeug, das in jedem Fahrzeug vorhanden sein müsse. Sicherheitshalber behielt er seine Hände in der Hosentasche und schaute uns dabei zu, wie wir das Auto auseinander nahmen. Irgendwann aber ging er an den Kofferraum, löste eine Plastikverkleidung und brachte das verrostete Werkzeug zu Tage. Ziemlich demotiviert wechselte er das Rad und für uns war klar, ihn würden wir nicht zum" Engel des Jahres" wählen. Zum Schluss weigerte sich aber Gulsana (von ihr war der ADAC-Mitgliedsausweis) zu unterschreiben, denn sie hatte Angst davor, dass ihre Auto-Versicherungsbeiträge dadurch steigen würden. Nachdem alle mit Engelszungen auf sie einredeten und unser Hunger eine gewisse Aggressivität aufkommen ließ, lenkte sie ein und wir konnten endlich unsere Suche nach Essen fortsetzen. Unser Betreuer Andi wusste von "....einem Italiener neben dem anderen .." zu berichten, und so fuhren wir zu seiner Unterkunft, in dessen Nähe diese unglaubliche Anhäufung von guten Lokalen sein sollte.

 

"Hier ist es!"

"Das ist ein Schnellimbiss!"

"Oh, Andi!"

"Das kann ja wohl nicht wahr sein!"

"Wir drehen um, hier gibt es bestimmt noch was!"

"Hier!"

"Zu voll!"

"Da!"

"Zu!"

"Ein Grieche!"

"Nee, kein Grieche!"

"Die Inder haben meistens ein großes Angebot an vegetarischen Gerichten."

"Hast du einen gesehen?"

"Nein."

"STOOOOOOPPPPPP"

 

Alle ganz euphorisch:

 

"Da ein Italiener!"

"Da gehen wir hin!"

"Gott sei Dank kein Chinese!"

"Ich wäre lieber zum Chinesen."

 

Gott hatte Erbarmen und er ließ uns dieses italienische Restaurant für würdig befinden. Wir gingen tatsächlich rein und aßen zu Abend gegen 22.30 Uhr, obwohl unsere letzte Partie bereits gegen 18.30 Uhr beendet war. Die Fragen, warum man Fisch nicht bestellen sollte, Katharina ihr Essen nicht aß, Gulsana sich den Salat von Polina schnappte und die Diskussion darüber, wer am nächsten Tag die Mannschaftsaufstellung bekannt gibt, möchte ich den Lesern ersparen.

 

 

 

Runde 4, Sonntag

 

Am Sonntag durften wir dann gegen die Gastgeber Holsterhausen spielen, die mit ihrer Aufstellung bereits unmissverständlich klarmachten, was ihr Ziel ist: Der Aufstieg. DWZ-mäßig waren sie uns von Brett 1 bis Brett 6 haushoch überlegen, und so fiel dann auch das Ergebnis aus.

 

Ziemlich schnell standen unsere ersten beiden Bretter auf Verlust, während Anna am letzten Brett mit einem Mehrbauern krankheitsbedingt Remis anbot, was auch angenommen wurde. Unsere Ehre war gerettet. Tanja und Alissa mussten wenig später ihre Waffen gegenüber ihren übermächtigen Gegnerinnen strecken, so dass bis auf Gulsana alle abfahrbereit waren. Als es nun 4,5 zu 0,5 für Holsterhausen stand und Gulsana eine Gewinnstellung auf dem Brett hatte, machten wir uns auf den Heimweg (Gulsana würde mit dem Zug abreisen).  Eine Dreiviertelstunde Fahrt später, kurz vor Düsseldorf, fragte Alissa, ob den ihr Rucksack im Kofferraum wäre. Spaßeshalber meinte irgendjemand,"Nein, aber der von Gulsana!". Nach einer Überprüfung des Gepäcks war klar, Alissas Rucksack war da, aber auch die Tasche von Gulsana (wir erinnern uns, Gulsana spielt noch Schach in Holsterhausen). Die demokratische Abstimmung ergab, wir Damen wollten weiterfahren, daraufhin fuhr Andi zurück in Richtung Holsterhausen. Dort angekommen hatte Gulsana gerade ihre Partie verloren und den Verlust ihrer Tasche noch nicht einmal bemerkt. Unsere Bemühungen überhaupt nicht würdigend, nahm sie ihr Gepäckstück entgegen und ging Richtung Bahnhof, während wir uns nochmals auf den Heimweg machten.

 

Leider konnten uns unsere Schachergebnisse nicht über die Pleiten, Pech und Pannen dieser 2 Tage hinwegtrösten.

 

Walldorf                                  -        Holsterhausen                                      0,5 : 5,5

 

Bader, Katharina         2105       -        Kiseleva, Natalie                     2240         0:1

Zilberman, Polina        2060      -        Dergatschova-Daus, Anna         2233         0:1

Barpiyeva, Gulsana      1999       -        Heinicke, Wenke                     2009         0:1

Bach, Tanja                 1658       -        Bakalarz,Grazyna                    1971          0:1

Berger, Alissa             1521        -        Lanfer, Stefanie                     1878         0:1

Hauser, Anna              1278       -        Alting, Inge                            1691          remis

Weitere Infos zur 3. und 4.Runde findet ihr auf der Homepage des Deutschen Schachbundes

www.schachbund.de

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1.und 2.Spieltag der 2.Frauenbundesliga 

 

Hofheim – Walldorf  2:4

 

Am 25.10.2003 war es soweit: Zum 1.Mal startete eine Schachmannschaft des Schachvereins Walldorf in eine Bundesligasaison. Unserer Damenmannschaft feierte Ihr Debüt in Hofheim. Gegner der 1.Runde waren auch gleich die Gastgeber. Man war gespannt , wir stark diese Mannschaft antreten würde. Nach Bekanntgabe der Aufstellungen war klar, unser Team ist aufgrund der besseren DWZ-Zahlen Favorit. Doch man weiß es ja:  Saisonauftakt, neue Liga, Lampenfieber....

 

 

Anna Hauser an Brett 6 sorgte sehr schnell für die 1:0 Führung und gab dem Team Sicherheit.

Auch die anderen Bretter sahen vielversprechend aus. An jedem Brett waren Vorteile zu erkennen. Doch es dauerte fast 3 ½ Stunden, bis die nächste Partie zuende ging. Jacqueline Dittrich, die als Gastspielerin Ihr 1.Spiel für Walldorf bestritt, verwertete souverän den Bauernvorteil zum 2:0. Doch leider hatten sich die Stellungen an den anderen Brettern verschlechtert. Tanja Bach an Brett 3 stellte in leichter Zeitnot eine ganze Figur ein, der Minuspunkt war vorprogrammiert, auch wenn Tanja noch eine weile tapfere Gegenwehr leistete. Alissa Berger an Brett 4, die in der Eröffnung ebenfalls einen Bauern gewann, kam etwas unter Druck, konnte sich jedoch trotz Zeitnot aus der defensiven Stellung befreien. Ein sicheres Remis konnte man einplanen. Bei Gulsana Barpiyeva an

Brett 2 drehte sich auch das Blatt. Sie verzettelte sich etwas mit der Dame am Königsflügel und hatte nun am Damenflügel leichte Probleme. Hinzu kam noch die Zeitnot beider Spielerinnen, die Partie war zu diesem Zeitpunkt unklar. Doch dann entschied Polina Zilberman an Brett 1 die Begegnung. Polina stand besser, hatte Raumvorteil, und öffnete die gegnerische Königsstellung. Als sich dann die schwarze Dame zum vernaschen eines Bauern nach h5 verirrte, gingen dieser die Felder aus. Der Springer raubte ihr schließlich das letzte Feld, die sofortige Aufgabe der Hofheimer Spitzenspielern war die Folge. Es war nun ein leichtes für Alissa, in besserer Stellung mit Materialvorteil ein Remis anzubieten. Der Gastgeberin bliebt eigentlich nichts andere übrig, als das Angebot anzunehmen. Somit war der Mannschaftskampf zugunsten Walldorfs entschieden. Tanja hatte inzwischen eine klar verlorene Stellung, spielte noch ein paar Züge, gab dann aber auf.

Gulsana hatte in der Zeitnotphase und kurz danach Ihre Stellung wieder verbessern können. Doch angesichts des gewonnenen Mannschaftskampfes und der bevorstehenden schweren Aufgabe gegen Eikamp am Sonntag remisierte Gulsana zum Endstand von 4:2.

 

Die Aufstellungen 

 

SV 1920 Hofheim                           -      SV 1947 Walldorf                  2:4

 

Astrid Fröhlich-Dill (1837)             -      Polina Zilberman (2060)          0:1

Cornelia Moritz (1718)                   -      Gulsana Barpiyeva (1999)        remis

Ulrike Storkebaum (1702)              -      Tanja Bach (1658)                   1:0

Daniela Schiller-Lückemeier (1386) -      Alissa Berger (1521)                remis

Bettina Undeutsch (1393)               -      Jacqueline Dittrich (1443)      0:1

Sabine Krips (keine)                       -      Anna Hauser (1278)                0:1

 

 

 

 

 

Walldorf – Eikamp 3:3

 

Unser Damenteam krönte das 1.Bundesligawochenende mit einem überraschenden 3:3 gegen Eikamp. Eikamp galt aufgrund der teilweise deutlich besseren DWZ-Zahlen als Favorit, doch am Ende war das 3:3 hochverdient.

Der Reihe nach: Polina spielte an Brett 1 mit den schwarzen Steinen gegen Isabel Hund. Mit den schwarzen Steinen wollte sie zumindest ein Remis sichern, dies gelang ihr auch recht schnell. An Brett 6 bei Anna ergab sich ein Abtausch nach dem anderen, am Ende blieben je 2 Türme und ein paar Bauern übrig. Schiedlich friedlich reichte man sich die Hände zum Remis. Jacqueline an Brett 5 lief leider in ein unglückliches Matt hinein, anstelle den Springer auf g5 abzutauschen und das Damenmatt auf h7 zu verhindern, zog sie Sf6. Dabei übersah Sie jedoch das einfache Turmopfer für eben diesen Springer, und folglich war h7 nicht mehr gedeckt. Alissa an Brett 4 stöpselte früh einen Bauern ein, wehrte sich dann zwar noch tapfer, aber ähnlich wie Tanja am Samstag stellte sie eine Leichtfigur ein. Plötzlich hieß 1:3, und die Hoffnungen lagen bei Gulsana und Tanja. Zunächst konnte Tanja das 2:3 erzielen. In beiderseitiger Zeitnot behielt sie den Überblick und startete einen Mattangriff. Die Aufgabe der Gegnerin war die Folge, denn der Angriff wäre nur mit großem Materialverlust abzuwehren gewesen. So lag es an Gulsana, die den Mannschaftspunkt in einem vorteilhaften Endspiel retten musste. Wie am Vortag musste sie bis zum Schluss kämpfen, am Ende hatte Gulsana noch 3 Minuten, ihre Gegnerin gar nur noch zwei Minuten auf der Uhr. Doch der Lohn war der Sieg und somit der Punkt zum 3:3, angesichts der deutlichen Überlegenheit an den hinteren Brettern ein tolles Ergebnis.

 

 

Die Aufstellungen 

 

SV 1947 Walldorf                          -      ISV Freibauer Eikamp             3:3

 

Polina Zilberman (2060)                 -      Isabel Hund (1992)                 remis

Gulsana Barpiyeva (1999)               -      Heike Vogel (2014)                  1:0

Tanja Bach (1658)                          -      Christina Pick (1752)               1:0

Alissa Berger (1521)                       -      Natalie Funk (1888)                0:1

Jacqueline Dittrich (1443)              -      Sandra Brüggemann (1637)      0:1

Anna Hauser (1278)                        -      Brigitte Weber (1447)            remis

 

 

 

Tabellenführer ist Schott Mainz, die gegen Eikamp 3,5:2,5  gewannen und auch den Gastgebern beim 4,5:1,5 keine Chance ließen. Holsterhausen, der Absteiger aus der Bundesliga und große Favorit auf den Aufstieg, büßte überraschend gegen Krefeld einen Punkt ein.

 

Der nächste Doppelspieltag findet Ende November in Essen-Holsterhausen statt. Mit Sicherheit werden die Spiele gegen den Gastgeber und gegen Wattenscheid deutlich schwerer, doch werden wir versuchen, wieder eine starke Mannschaft zu stellen. Und für Überraschungen sind unsere Mädels alle mal gut.