Am nächsten Tag erfuhren wir dann auf unserer Hinfahrt, daß der Mitabstiegskandidat gewonnen hatte,
so daß es
ließen Brett 1 und 4
Wieder einmal gewann Anna Hauser im Endspiel und auch
an den anderen Brettern sah es ganz gut aus. Alissa Berger
Abschließend kann man sagen, hier ein bißchen Glück,
hier ein bißchen Pech gehabt, aber insgesamt doch verdient in der
2.Damenbundesliga geblieben.
Krefeld - Walldorf
1,5:4,5
Am Samstag, den 13.03.04 quetschten wir uns in den
Beatle von Andreas Trinkl und fuhren zu unserer
vorletzten Runde gegen Heiden, die gewonnen werden
mußte. Es fing auch alles ganz gut an. Anna Hauser
gewann am letzten Brett, nachdem sie bewies, daß sie
Endspiele besser beherrscht als ihre Gegnerin.
An Brett 5 opferte Alissa Bergers Gegnerin eine
Figur für einen Angriff, den sie aber nicht korrekt
fortzuführen wußte, Alissa dagegen verstand es sich
zu verteidigen und konnte zum Schluß mattsetzen.
Zu diesem 2:0 gesellte sich bald ein dritter Punkt
hinzu, denn an Brett 4 konnte Tanja Bach durch den
Angriff auf den König Material gewinnen, woraufhin
die Dame aus Heiden aufgab.
Aus unerklärlichen Gründen kam Polina Zilbermann an
Brett 1 in Zeitnot und verlor, trotz ihrer sehr guten Stellung.
Polina Zilbermann 0:1
Olga Lopatina 0:1
Gulsana Barpiyeva 1:0
Tanja Bach 1:0
Alissa Berger 1:0
Anna Hauser 1:0
Glücklich fuhren wir nach Hause, im Glauben nicht mehr
absteigen zu können.
Am 29. und 30. November fanden Runde 3 und 4 der 2. Damenbundesliga in Essen-Holsterhausen statt.
Mit Lebkuchenmännern (aus Hefeteig zum Essen) von Peter Schell
ausgestattet, starteten wir diesmal mit dem "Astoriabus" in Richtung Essen-Holsterhausen.
Es war eine lange und teilweise beschwerliche Reise, zumal der Bus zwar einen
gewissen Raumvorteil bot, aber gleichzeitig auch gewisse Mängel in Komfort,
Sicherheit und Schnelligkeit aufwies.
Unterwegs bekamen wir den Anruf von Gulsana, dass sie mit einem Zug
später käme, da sie ihre Bahnkarten zu Hause vergessen hatte und ihr Mann diese
erst mit dem Bus (er hat keinen Führerschein) bringen müsste. Das bedeutete,
dass unser Brett 3 erst nach Spielbeginn eintreffen würde. Gegen 14 Uhr angekommen, es reichte
gerade noch für die Mannschaftsaufstellung, lautete die erste Begegnung:
Wattenscheid - Walldorf.
An Brett 1 konnte Katharina Bader durch Dauerschach die Gegnerin, die 2
Bauer mehr hatte, zu einer Punkteteilung zwingen. Am zweiten Brett überspielte
Polina Zilberman die Wattenscheiderin und holte damit einen vollen Punkt für
Walldorf. Gulsana an Brett 3 musste nicht wie sonst ihre volle Bedenkzeit
ausreizen, um ihre Partie zu gewinnen. Tanja
und Alissa an Brett 3 und 4 hatten nach der Eröffnung jeweils die besseren
Stellungen, unterlagen allerdings der etwas größeren Routine ihrer DWZ-
stärkeren Kontrahentinnen. Anna Hauser an Brett 6 hatte die wohl deutlichste
Gewinnstellung von allen mit einer Figur mehr, die etwas später leider nur noch
ein Qualitätsvorteil war, letztendlich zu einer Minusfigur wurde und zum
Verlust der Partie führte.
Wattenscheid - Walldorf 3,5 : 2,5
Goihl, Mona 2025 - Bader, Katharina 2105 remis
Cordes, Mary Ann 1870 - Zilberman,
Polina 2060 0:1
Büchle, Regina 1835
- Barpiyeva,
Gulsana 1999 0:1
Kraus, Tanja 1716 -
Bach, Tanja 1658 1:0
Schaller Sigrid 1619 -
Berger, Alissa 1521 1:0
Kähmann, Lisa 1515 -
Hauser, Anna 1278 1:0
Nachdem wir alle fertig gespielt hatten und auch sehr erschöpft waren,
mussten wir noch auf unseren Betreuer Andreas Trinkl warten, der sich derweil
als Witwentröster betätigte. Alle Spielerinnen waren bereits gegangen, ebenso
die Handvoll Zuschauer und auch der Schiedsrichter, so dass wir nur mit einem
netten Mann des Holsterhauseners Schachverein warteten, der eigentlich schon
längst abschließen wollte, es wohl aber nicht über das Herz brachte uns in die
Kälte zu jagen. Nach langem Warten und hitzigen Diskussionen darüber, wohin wir
wohl essen gehen, kam unser Bus auf den Parkplatz gerauscht. Als wir unsere
Vorwürfe gegenüber Andi losgeworden waren, der sich versuchte mit
fadenscheinigen Ausreden, wie " ich musste die Schlüssel zwischen 17 und
18 Uhr abholen und die Quartiere sind so weit weg..." zu entschuldigen,
ging die Auseinandersetzung ums Essen Wie, Wo ,Was weiter.
Hier ein kleiner Auszug:
"Wo soll ich hinfahren?"
"Zum Italiener!"
"Nee, da waren wir beim letzen Mal, diesmal gehen wir zum Chinesen!"
"Oh nee, da kann ich nie etwas essen."
"Hauptsache es gibt auch etwas Vegetarisches!"
" Italiener ist am besten, da findet jeder was!"
"Oder Russisch, das schmeckt auch gut."
"Aber die haben doch fast nur Fleischhaltiges."
" Ja genau, da bekommst du viiiiiiiel Fleisch"
"Ich will aber kein Fleisch!"
"Ach so."
"Da wäre was, gutbürgerliche Küche."
"Lieber nicht."
"Ich will zum Chinesen!"
"Da esse ich nichts!"
"Halt hier ist ein Italiener!"
"Nur ein Stehimbiss."
"Schade."
"Bei der nächsten Tankstelle steige ich aus und frage nach."
Es kommt eine Tankstelle, eine Person steigt aus.
" Sie fragt jetzt natürlich nur nach einem Chinesen!"
" Da esse ich nichts!"
Die Person kommt wieder .
"Die Straße runter und dann links, da kommt ein chinesisches
Restaurant."
leise:" Da esse ich nichts."
"Hier links?"
Nee, weiter."
"Halt doch, hier links."
Hier werden die Dialoge kurz unterbrochen, denn unser Bus hat einen Platten
und wir schaffen es gerade noch einen Kreis zu drehen und auf der kurz zuvor
beschriebenen Tankstelle zu parken. Es werden Peter Schell (grundsätzlich in
allen Fällen) und der ADAC angerufen. "Der gelbe Engel" will in einer
halben bis dreiviertel Stunde hier sein und man entschließt sich, zu Fuß eine
geeignetes Restaurant zu finden. Wer aber denkt, dass die Kälte und die späte
Stunde zu mehr Kompromissbereitschaft animiert, irrt sich.
"Da gegenüber ist eine gutbürgerliche Wirtschaft, da gehen wir hin."
Eine Person öffnet die Tür.
" Da ist es zu verraucht."
Die Tür wird geschlossen, und die Gruppe macht sich auf den Weg etwas
Neues zu suchen.
"Unterwegs war da doch ein Italiener:"
"Wir können ja jetzt auch zu Fuß zum Chinesen!"
" Da esse ich nichts!"
"Da ist der Italiener!!!"
"Mist, nur ein Imbiss!"
"Da weiter runter muss der Chinese sein!"
" Da esse ich nichts."
" Ich würde gern mal langsam was essen und nicht nur umherlaufen,
gehen wir da rein!"
"Zu verraucht!"
"Hier?"
"Kann man nicht so gut sitzen."
"Da vielleicht?"
"Sieht so dreckig aus !"
"Und da?"
"Zu viel Leute!"
"Wie wäre es mit diesem Steakhaus?"
"Da gibt es doch nur Fleisch!!!!"
"Jetzt muss auch gleich der Chinese kommen!"
"Da esse ich nichts!"
Mittlerweile hatte sich der Mann vom Pannendienst gemeldet, und wir
gingen alle zusammen zur Tankstelle zurück, ohne gegessen zu haben! Der
Mitarbeiter vom ADAC kam angefahren, stieg aus, musterte das Auto, dann uns und
ließ sich erst einmal den Mitgliedsausweis zeigen. Nachdem alle Formulare
ausgefüllt waren, verlangte er nach dem Werkzeug, das
in jedem Fahrzeug vorhanden sein müsse. Sicherheitshalber behielt er seine
Hände in der Hosentasche und schaute uns dabei zu, wie wir das Auto auseinander
nahmen. Irgendwann aber ging er an den Kofferraum, löste eine
Plastikverkleidung und brachte das verrostete Werkzeug zu Tage. Ziemlich demotiviert wechselte er das Rad und
für uns war klar, ihn würden wir nicht zum" Engel des Jahres" wählen.
Zum Schluss weigerte sich aber Gulsana (von ihr war der ADAC-Mitgliedsausweis)
zu unterschreiben, denn sie hatte Angst davor, dass ihre
Auto-Versicherungsbeiträge dadurch steigen würden. Nachdem alle mit
Engelszungen auf sie einredeten und unser Hunger eine gewisse Aggressivität
aufkommen ließ, lenkte sie ein und wir konnten endlich unsere Suche nach Essen
fortsetzen. Unser Betreuer Andi wusste von "....einem Italiener neben dem
anderen .." zu berichten, und so fuhren wir zu seiner Unterkunft, in
dessen Nähe diese unglaubliche Anhäufung von guten Lokalen sein sollte.
"Hier ist es!"
"Das ist ein Schnellimbiss!"
"Oh, Andi!"
"Das kann ja wohl nicht wahr sein!"
"Wir drehen um, hier gibt es bestimmt noch was!"
"Hier!"
"Zu voll!"
"Da!"
"Zu!"
"Ein Grieche!"
"Nee, kein Grieche!"
"Die Inder haben meistens ein großes Angebot an vegetarischen
Gerichten."
"Hast du einen gesehen?"
"Nein."
"STOOOOOOPPPPPP"
Alle ganz euphorisch:
"Da ein Italiener!"
"Da gehen wir hin!"
"Gott sei Dank kein Chinese!"
"Ich wäre lieber zum Chinesen."
Gott hatte Erbarmen und er ließ uns dieses italienische Restaurant für
würdig befinden. Wir gingen tatsächlich rein und aßen zu Abend gegen 22.30 Uhr,
obwohl unsere letzte Partie bereits gegen 18.30 Uhr beendet war. Die Fragen,
warum man Fisch nicht bestellen sollte, Katharina ihr Essen nicht aß, Gulsana
sich den Salat von Polina schnappte und die Diskussion darüber, wer am nächsten
Tag die Mannschaftsaufstellung bekannt gibt, möchte ich den Lesern ersparen.
Runde 4, Sonntag
Am Sonntag durften wir dann gegen die Gastgeber Holsterhausen spielen,
die mit ihrer Aufstellung bereits unmissverständlich klarmachten, was ihr Ziel
ist: Der Aufstieg. DWZ-mäßig waren sie uns von
Brett 1 bis Brett 6 haushoch überlegen, und so fiel dann auch das Ergebnis aus.
Ziemlich schnell standen unsere ersten beiden Bretter auf Verlust,
während Anna am letzten Brett mit einem Mehrbauern krankheitsbedingt Remis
anbot, was auch angenommen wurde. Unsere Ehre war gerettet. Tanja und Alissa
mussten wenig später ihre Waffen gegenüber ihren übermächtigen Gegnerinnen
strecken, so dass bis auf Gulsana alle abfahrbereit waren. Als es nun 4,5 zu
0,5 für Holsterhausen stand und Gulsana eine Gewinnstellung auf dem Brett
hatte, machten wir uns auf den Heimweg (Gulsana würde mit dem Zug abreisen). Eine Dreiviertelstunde Fahrt später, kurz
vor Düsseldorf, fragte Alissa, ob den ihr Rucksack im Kofferraum wäre.
Spaßeshalber meinte irgendjemand,"Nein, aber der von Gulsana!". Nach
einer Überprüfung des Gepäcks war klar, Alissas Rucksack war da, aber auch die
Tasche von Gulsana (wir erinnern uns, Gulsana spielt noch Schach in
Holsterhausen). Die demokratische Abstimmung ergab, wir Damen wollten
weiterfahren, daraufhin fuhr Andi zurück in Richtung
Holsterhausen. Dort angekommen hatte Gulsana gerade ihre Partie verloren und
den Verlust ihrer Tasche noch nicht einmal bemerkt. Unsere Bemühungen überhaupt
nicht würdigend, nahm sie ihr Gepäckstück entgegen und ging Richtung Bahnhof,
während wir uns nochmals auf den Heimweg machten.
Leider konnten uns unsere Schachergebnisse nicht über die Pleiten, Pech
und Pannen dieser 2 Tage hinwegtrösten.
Walldorf -
Holsterhausen 0,5 : 5,5
Bader, Katharina 2105 - Kiseleva,
Natalie 2240 0:1
Zilberman, Polina 2060 - Dergatschova-Daus,
Anna 2233 0:1
Barpiyeva, Gulsana 1999 - Heinicke,
Wenke 2009 0:1
Bach, Tanja 1658 - Bakalarz,Grazyna
1971 0:1
Berger, Alissa 1521 - Lanfer,
Stefanie 1878 0:1
Hauser, Anna 1278 - Alting,
Inge 1691 remis
Weitere Infos zur 3. und 4.Runde findet ihr auf der Homepage des Deutschen Schachbundes
****************************************************************************************
Am 25.10.2003 war
es soweit: Zum 1.Mal startete eine Schachmannschaft des Schachvereins Walldorf
in eine Bundesligasaison. Unserer Damenmannschaft feierte Ihr Debüt in Hofheim.
Gegner der 1.Runde waren auch gleich die Gastgeber. Man war gespannt , wir
stark diese Mannschaft antreten würde. Nach Bekanntgabe der Aufstellungen war
klar, unser Team ist aufgrund der besseren DWZ-Zahlen Favorit. Doch man weiß es
ja: Saisonauftakt, neue Liga,
Lampenfieber....
Anna Hauser an Brett 6 sorgte sehr schnell für die 1:0 Führung und gab dem Team Sicherheit.
Auch die anderen
Bretter sahen vielversprechend aus. An jedem Brett waren Vorteile zu erkennen.
Doch es dauerte fast 3 ½ Stunden, bis die nächste Partie zuende ging.
Jacqueline Dittrich, die als Gastspielerin Ihr 1.Spiel für Walldorf bestritt,
verwertete souverän den Bauernvorteil zum 2:0. Doch leider hatten sich die
Stellungen an den anderen Brettern verschlechtert. Tanja Bach an Brett 3
stellte in leichter Zeitnot eine ganze Figur ein, der Minuspunkt war
vorprogrammiert, auch wenn Tanja noch eine weile tapfere Gegenwehr leistete.
Alissa Berger an Brett 4, die in der Eröffnung ebenfalls einen Bauern gewann,
kam etwas unter Druck, konnte sich jedoch trotz Zeitnot aus der defensiven Stellung
befreien. Ein sicheres Remis konnte man einplanen. Bei Gulsana Barpiyeva
an
Brett 2 drehte
sich auch das Blatt. Sie verzettelte sich etwas mit der Dame am Königsflügel
und hatte nun am Damenflügel leichte Probleme. Hinzu kam noch die Zeitnot
beider Spielerinnen, die Partie war zu diesem Zeitpunkt unklar. Doch dann
entschied Polina Zilberman an Brett 1 die Begegnung. Polina stand besser, hatte
Raumvorteil, und öffnete die gegnerische Königsstellung. Als sich dann die
schwarze Dame zum vernaschen eines Bauern nach h5 verirrte, gingen dieser die
Felder aus. Der Springer raubte ihr schließlich das letzte Feld, die sofortige
Aufgabe der Hofheimer Spitzenspielern war die Folge. Es war nun ein leichtes
für Alissa, in besserer Stellung mit Materialvorteil ein Remis anzubieten. Der
Gastgeberin bliebt eigentlich nichts andere übrig, als das Angebot anzunehmen.
Somit war der Mannschaftskampf zugunsten Walldorfs entschieden. Tanja hatte
inzwischen eine klar verlorene Stellung, spielte noch ein paar Züge, gab dann aber
auf.
Gulsana hatte in
der Zeitnotphase und kurz danach Ihre Stellung wieder verbessern können. Doch
angesichts des gewonnenen Mannschaftskampfes und der bevorstehenden schweren
Aufgabe gegen Eikamp am Sonntag remisierte Gulsana zum Endstand von 4:2.
Die Aufstellungen
SV 1920 Hofheim - SV
1947 Walldorf 2:4
Astrid Fröhlich-Dill
(1837) - Polina Zilberman (2060) 0:1
Cornelia Moritz (1718) - Gulsana Barpiyeva (1999) remis
Ulrike Storkebaum (1702) - Tanja
Bach (1658) 1:0
Daniela Schiller-Lückemeier (1386) - Alissa
Berger (1521) remis
Bettina Undeutsch (1393) - Jacqueline
Dittrich (1443) 0:1
Sabine Krips (keine) - Anna
Hauser (1278) 0:1
Unser Damenteam
krönte das 1.Bundesligawochenende mit einem überraschenden 3:3 gegen Eikamp.
Eikamp galt aufgrund der teilweise deutlich besseren DWZ-Zahlen als Favorit,
doch am Ende war das 3:3 hochverdient.
Der Reihe nach:
Polina spielte an Brett 1 mit den schwarzen Steinen gegen Isabel Hund. Mit den
schwarzen Steinen wollte sie zumindest ein Remis sichern, dies gelang ihr auch
recht schnell. An Brett 6 bei Anna ergab sich ein Abtausch nach dem anderen, am
Ende blieben je 2 Türme und ein paar Bauern übrig. Schiedlich friedlich reichte
man sich die Hände zum Remis. Jacqueline an Brett 5 lief leider in ein
unglückliches Matt hinein, anstelle den Springer auf g5 abzutauschen und das
Damenmatt auf h7 zu verhindern, zog sie Sf6. Dabei übersah Sie jedoch das
einfache Turmopfer für eben diesen Springer, und folglich war h7 nicht mehr
gedeckt. Alissa an Brett 4 stöpselte früh einen Bauern ein, wehrte sich dann
zwar noch tapfer, aber ähnlich wie Tanja am Samstag stellte sie eine
Leichtfigur ein. Plötzlich hieß 1:3, und die Hoffnungen lagen bei Gulsana und
Tanja. Zunächst konnte Tanja das 2:3 erzielen. In beiderseitiger Zeitnot
behielt sie den Überblick und startete einen Mattangriff. Die Aufgabe der
Gegnerin war die Folge, denn der Angriff wäre nur mit großem Materialverlust
abzuwehren gewesen. So lag es an Gulsana, die den Mannschaftspunkt in einem
vorteilhaften Endspiel retten musste. Wie am Vortag musste sie bis zum Schluss
kämpfen, am Ende hatte Gulsana noch 3 Minuten, ihre Gegnerin gar nur noch zwei
Minuten auf der Uhr. Doch der Lohn war der Sieg und somit der Punkt zum 3:3,
angesichts der deutlichen Überlegenheit an den hinteren Brettern ein tolles
Ergebnis.
Die Aufstellungen
SV 1947 Walldorf - ISV
Freibauer Eikamp 3:3
Polina Zilberman (2060) - Isabel Hund (1992) remis
Gulsana Barpiyeva (1999) - Heike
Vogel (2014) 1:0
Tanja Bach (1658) - Christina
Pick (1752) 1:0
Alissa Berger (1521) - Natalie
Funk (1888) 0:1
Jacqueline Dittrich (1443) - Sandra
Brüggemann (1637) 0:1
Anna Hauser (1278) - Brigitte
Weber (1447) remis
Tabellenführer ist
Schott Mainz, die gegen Eikamp 3,5:2,5
gewannen und auch den Gastgebern beim 4,5:1,5 keine Chance ließen.
Holsterhausen, der Absteiger aus der Bundesliga und große Favorit auf den
Aufstieg, büßte überraschend gegen Krefeld einen Punkt ein.
Der nächste Doppelspieltag
findet Ende November in Essen-Holsterhausen statt. Mit Sicherheit werden die
Spiele gegen den Gastgeber und gegen Wattenscheid deutlich schwerer, doch
werden wir versuchen, wieder eine starke Mannschaft zu stellen. Und für
Überraschungen sind unsere Mädels alle mal gut.