Deutscher Pokal 2005
Walldorf
– Freibauer Mörlenbach 1:3
In der 1.Runde auf
Deutscher Ebene durften wir den hessischen Oberligisten aus Mörlenbach
empfangen. Die Gäste, von der Aufstellung her Favorit dieser Begegnung, hatten
schwer zu kämpften. Während Reiner an Brett 4 früh die Quale geben musste,
konnte sich Michael an Brett 3 Vorteile erarbeiten, die er letztendlich zur 1:0
Führung verwertete. Bis in die Zeitnotphase hinein waren die Partien an Brett 1
und 2 unklar. Peter hatte sogar leichte Vorteile. Leider kippten dann die
Begegnungen an den Spitzenbrettern. Zunächst musste Frank an Brett 2 die Waffen
strecken. Er konnte seine guten Chancen im Mittelspiel nicht nutzen, und im
Turmendspiel (ich habe es leider nicht genau gesehen) verlor er die Partie. Auch
an Brett 1 kippte die Partie zugunsten der Gäste. In Zeitnot schlichen sich in
Peters Spiel Ungenauigkeiten ein, die der routinierte Großmeister Sergey
Galdunts konsequent ausnutzte. Somit war der Kampf entschieden, und die Niederlage
von Reiner an Brett 4 hatte nur noch statistischen Charakter.
Fazit: Für uns war der
Pokal es ein tolles Ergebnis. Im Mai in Hockenheim gestartet hatten wir nicht
im Traum daran gedacht, so weit zu kommen. Nun gilt es, auch heuer im Bezirkspokal
die Weichen für die Teilnahme am Badischen Pokal im Jahr 2006 zu stellen.
Hier die
Aufstellungen
Brett 1 Peter Schell (2026) - GM Sergey Galdunts (2510) 0:1
Brett 2 Frank Haas (2178) - Paulus
Wohlfart (2134) 0:1
Brett 3 Michael Haas (2076) - Michael
Schäfer (2171) 1:0
Brett 4 Reiner Schnorrberger (1950) - Heiko
Schneider (2111) 0:1
Bericht vom Finale auf der Homepage von der Rochade
Kuppenheim
http://www.rochadekuppenheim.de/artikel/texte/pokal05.htm
Badischer Pokal 2005
Dreisamtal
– Walldorf 1,5:2,5
Der Durchmarsch geht weiter
Es ist kaum zu glauben, aber
wir stehen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale des badischen
Mannschaftspokals. Wohl niemand, nicht mal wir selber, hatten damit gerechnet,
als wir uns am Sonntagmorgen nach Dreisamtal (bei Freiburg) aufmachten um das
Halbfinale zu bestreiten. Die Aufstellung zeigte uns, wir wurden nicht
unterschätzt. So boten die Breisgauer alles auf, was ihnen zur Verfügung stand.
Dennoch kamen wir gut in alle Partien, besonders Martin Best an Brett 4
überzeugte durch eine offensive Spielweise. Bald opferte er einen Springer und
erhielt starken Angriff auf den König. Peter Schell an Brett 3, eine gewohnt
undurchsichtige Stellung formend, hatte einen Bauern mehr, aber hier konnte
noch alles passieren. Frank Haas an 2 überraschte seinen Gegner durch eine Kombination,
die ihm ermöglichte den wichtigen schwarzfeldrigen Läufer abzutauschen und
anschließend in Vorteil zu gelangen. An Brett eins spielte Michael Haas gegen
den nominell stärksten Dreisamtaler, was dieser allerdings nicht zeigen konnte.
Michaels Stellung war durchweg leicht besser, zum Sieg reichte es aber nicht,
so dass er das Remisangebot seines Gegners annahm. Leider stellte Peter im
selben Moment nach einem durchaus erfolgversprechenden Qualitätsopfer den
wichtigen Freibauern ein, verlor danach total den Faden und brachte uns in
Rückstand. Martin konnte aber seinen Angriff erfolgreich abschließen und
ausgleichen, so dass es nun an Frank lag, der zum Weiterkommen gewinnen musste.
Mit nur noch Sekunden auf der Uhr opferte er einen Turm, den sein Gegner nach
einigem Nachdenken auch nahm. Danach konnte Frank forciert mattsetzen und wir
brachen alle in Jubel aus. Es geht jetzt zwar nicht nach Berlin, aber zumindest
nach Kuppenheim und wir werden auch hier wieder versuchen unsere
Außenseiterchancen zu nutzen.
Brett 1 IM Hans-Jürg Känel (2326) - Michael
Haas (2055) remis
Brett 2 Max Scherer (2229) - Frank
Haas (2178) 0:1
Brett 3 Hans-Joachim Gierth (2205) - Peter
Schell (2019) 1:0
Brett 4 Simon
Pepping (1971) - Martin Best (1918) 0:1
SV
Walldorf – Karlsruhe SF 1853 2,5:1,5
Sensation im Viertelfinale des
badischen Pokals.
Walldorf schlägt die haushohen
Favoriten aus Karlsruhe mit 2,5:1,5.
Dabei schien zunächst alles
nach Plan zu laufen für den Zweitligisten, der mit drei Spielern der aktuellen
Bundesligamannschaft nach Walldorf angereist war. Nach gut drei Stunden musste
Frank Haas seine Partie aufgeben, nachdem er in einer komplizierten Variante
die Übersicht verloren hatte. Die anderen drei Bretter gaben uns jedoch Grund
zur Hoffnung. Reiner Schnorrberger, der den einzigen Nicht-Bundesligisten
erwischt hatte, überspielte seinen Gegner souverän und gewann schließlich
verdient. Die eigentliche Sensation gelang Peter Schell an Brett 1. Gegen Elmar
Karst (DWZ 2337) spielte er gewohnt unkonventionell, womit sein Gegner während
der ganzen Partie nicht zurechtkam. Schließlich schlug Karst ein Remisangebot
von Peter aus, überzog dann aber die Stellung und musste mit ansehen, wie Peter
die Gewinnzüge machte. Er opferte seinen Springer und erhielt dafür drei
verbundene Freibauern. Als diese dann die zweite Reihe erreicht hatten und
absehbar war, dass mindestens einer zur Dame werden würde, gab Karst die Partie
auf. Den Sieg sicher stellte Michael Haas. Er hielt gegen FM Werner die Partie
in einem Turmendspiel remis.
Jetzt wartet mit Sicherheit
ein sehr attraktiver Gegner im Halbfinale, doch nach diesem Kampf muss Walldorf
erst mal geschlagen werden. Wer weiß, was noch alles möglich ist für unsere
Mannschaft.
Brett 1 Peter Schell (2019) - Elmar Karst (2337) 1:0
Brett 2 Frank Haas (2178) - IM
Lothar Arnold (2304) 0:1
Brett 3 Michael Haas (2055) - FM Clemens Werner (2274) remis
Brett 4 Reiner Schnorrberger (1930) - Alaa
El-din Kahil (1976) 1:0
Michael Haas
SV Walldorf - SK Ettlingen 2,5:1,5
In der zweiten Runde des
badischen Mannschaftspokals spielten wir gegen Ettlingen, die zuvor Zweitligist
Bad Mergentheim bezwungen hatten. In identischer Aufstellung kamen sie auch zu
uns, so dass wir in der Besetzung P.Schell, F. Haas, M. Haas und R. Schnorrberger
vermeintlich die Außenseiter waren. Die Partien blieben alle lange ausgeglichen
und man näherte sich der ersten Zeitnotphase. Peter ging leider mit einem Turm
weniger daraus hervor und musste aufgeben. Allerdings konnte Frank schnell
ausgleichen zum 1:1. Reiner hatte einen Bauern mehr, aber die Stellung ließ
immer befürchten, dass noch etwas schief gehen könnte. Als sein Gegner Remis
anbot nahm er es sofort an. Blieb noch Michael, der auch einen Bauern mehr
hatte. Nach fast sechs Stunden schob sich dieser Bauer immer weiter in Richtung
Grundlinie, bis sein Gegner einsah, dass er nicht mehr aufzuhalten war.
Insgesamt gewinnen wir also 2,5:1,5 und sind damit erstmals im Viertelfinale.
Michael Haas
SK Hockenheim II - SV Walldorf 0,5:3,5
In der ersten Runde des
badischen Mannschaftspokals spielten wir in Hockenheim gegen die dortige
2.Mannschaft. Nominell klar überlegen war es eine Frage der Zeit, bis sich
Spielstärke durchsetzte. Nach und nach konnten Michael Haas, Reiner
Schnorrberger und Peter Schell gewinnen, Frank Haas steuerte ein Remis zum
ungefährdeten Erfolg bei.
Pokalfinale in Walldorf am
11.2.2005
Walldorf – Sandhausen 2,5:1,5
Nach hartem Kampf gewinnt
die Walldorfer Pokalmannschaft gegen Nachbar Sandhausen und sichert sich zum
4.Mal in Folge den Bezirkspokal. Michael Haas und Martin Best gewinnen ihre
Partien, Frank Haas remisiert zum 2,5:1,5 Sieg. Peter Schell verliert leider
gegen Dieter Bischoff
SK Dielheim - Walldorf 0:4
Einen deutlichen Sieg
errang die Pokalmannschaft im Halbfinale gegen Dielheim. Eigentlich ein
Auswärtsspiel wurde die Begegnung in Walldorf ausgetragen, da Dielheim an
diesem Abend kein Spiellokal zur Verfügung stand. Nach Bekanntgabe der
Aufstellungen waren die Karten klar verteilt. Michael Haas und Frank Haas
hatten es an Brett 1 und 2 mit deutlich schwächeren Gegnern zu tun. Dagegen
hatten Reiner Schnorrberger und Martin Best die beiden Hartmann-Brüder als
Gegner. Und da kann man durchaus zwei Mal verlieren.
Recht schnell neigte sich
die Partie von Frank Haas zum positiven. Weiß traute sich in der Eröffnung
nicht so recht, spielte die passive Variante und wurde mit einem glatten
Turmverlust bestraft. Zwar ging die Partie noch einige Zeit, aber der Punkt war
eigentlich schon verbucht.
Der nächste Erfolg dann
durch Martin Best, der zur Zeit in sehr guter Form ist. Nach ausgeglichener
Eröffnung gab es im Zentrum einen Generalabtausch mit abschließendem
Damentausch. Dann wählte Andre Hartmann die falsche Fortsetzung und geriet
durch die unglückliche Stellung seiner verbliebenen Figuren in eine Mattangriff
mit Turm und Springer, die Alternative war ein Figurenverlust. Er gab die
Partie sofort auf. Somit stand es 2:0, die Sache war klar, den ein halber Punkt
aus den anderen Partien sollte möglich sein.
Am Ende wurden es zwei,
zunächst durch Michael Haas. Ebenfalls ausgeglichen die Eröffnung. Nach frühem
Damentausch spielte er mit den Leichtfiguren forsch nach vorne, öffnete die
gegnerische Königsstellung und sperrte durch ein Turmschach auf g4 den schwarzen
König auf h8 ein. Leider übersah er die mögliche Mattkombination mit dem zweiten Turm und gab sich mit zwei
Mehrbauern zufrieden. Nach weiterem Turmtausch musste er bis ins Endspiel gehen
und dort den Punkt machen.
Den Schlusspunkt setze
Reiner Schnorrberger gegen Matthias Hartmann. Nach gedrückter Eröffnung konnte
er die c-Linie öffnen und auf der d-Linie einen Freibauern bilden. Zusätzlich
verhinderte er mit seinem Läufer auf der Diagonalen a6-f1 die weiße Rochade. Er
brachte seinen Springer aktiv ins Spiel ins, ließ dann aber eine schöne
Gewinnkombi aus. Leider musste der Berichterstatter dann gehen, doch nach
Aussage der Beteiligten wickelte er in eine gewonnenes Endspiel ab und sorgte
mit einem Schwarzsieg für den 4:0- Endstand.
Nun geht es am 11.2.2005
(vsl.) in Walldorf gegen Sandhausen um den 4.Pokalerfolg in Serie!!!
SK Heidelberg-
Handschuhsheim - Walldorf 1,5:2,5
Peter Barker gewann schnell
mit Schwarz nach einer Französischen Eröffnung, in der der Gegner sehr viel Zeit
verlor, indem er mit dem König durch die Gegend wanderte ( Ke1-e2-f2-g1 ).
Peter konnte die Stellung öffnen und seine Drohungen erwiesen sich als stärker.
Leider hatte ich einen
meiner langsamen Tage gegen Pielmeier. Ich stand die ganze Eröffnung hindurch
besser mit viel Raumvorteil, verbrauchte aber einen Grossteil meiner Zeit. Als
ich zum Angriff ansetzte, stellte mein Gegner für mich völlig überraschend eine
Mattdrohung auf. Das löste eine totale geistige Blockade aus, so dass ich mit
weniger als einer Minute auf der Uhr aufgab, weil ich keine Verteidigung sah.
Statt dessen konnte ich einen Bauern gewinnen und meinen Angriff fortsetzen. Es
scheint im Pokal bei uns Tradition zu werden solche Stellungen aufzugeben.
Michael Haas kam mit
Schwarz gut aus der Eröffnung heraus und gewann einen Bauern. Sein Gegner
erhielt dafür aber aktives Spiel und bot remis an, als er den Bauern zurück
gewann. Michael nahm an, weil die verbliebene Stellung von Martin so aus sah,
als wäre Remis kein wahrscheinliches Ergebnis. Wir mussten aufgrund unseres DWZ
Durchschnitts gewinnen.
Martin Best hat zur Zeit
einen guten Lauf. Seine Stellung war lange Zeit unklar. Als Martins Gegner
einen Bauern gewann, konnte Martin einige Drohungen aufstellen. Auch wenn diese
nicht zwingend waren, verlor sein Gegner in Zeitnot ( Martin hatte dagegen noch
über 10 Minuten !!! ) den Überblick und nach einer kleinen Kombination
Material.
Frank Haas
Leimen – Walldorf 1,5:2,5
In Leimen hatten wir
aufgrund des DWZ-Schnittes (+6) die Pflicht, zu gewinnen. Martin Best sorgte
für die frühe Führung, die Martin Lünzmann mit einem Remis stabilisierte. Dann
jedoch verlor Rudi Oberling, der eine Qualität weniger hatte, in Zeitnot die
Übersicht. Sein Gegner eroberte die Figur, und Rudi sah aufgrund der geringen
Bedenkzeit und des Materialnachteils keine Chance mehr und gab auf. Doch ein
einfacher Königszug hätte den anderen Turm auf der h-Linie eingeklemmt. Unterm
Strich wäre ein Turmendspiel mit 2 gegen 3 Bauern auf dem gleichen Flügel
herausgekommen, ein sicheres Remisendspiel. Schade, schade!
Doch dafür war auf Frank
Haas Verlass, der souverän den fehlenden Punkt einfahren konnte und somit die
Qualifikation für das Viertelfinale sicherte.
Heiligkreuzsteinach –
Walldorf 0,5:3,5
Am Montag war für eine
unserer Mannschaften Pokalspiel in Heiligkreuzsteinach. Wie im letzten Jahr in
der ersten Runde und natürlich wieder auswärts, wieder war es trist und trüb im
Odenwald und der Montag eignet sich nicht wirklich als Schachabend. Rein
sportlich muss man sich fragen, ob es überhaupt einen Sinn macht, solche
Pokalspiele durchzuführen. Die Steinacher waren ziemlich ambitionslos, was bei
einem DWZ-Schnitt von ungefähr 1600/1700 auch nicht zu verdenken ist. Es fragt
sich, ob sie bei einem Auswärtsspiel überhaupt angetreten wären! Allein mein
Gegner hatte von mir ein Stellung bekommen, wo er munter angreifen konnte und
so wie ich gespielt hatte, muss ich sagen, dass ich mit einem Minusbauern noch
gut weggekommen bin. Das Läuferendspiel hat er dann aber nicht mehr gut
gespielt, damit gab es das einzige Remis in diesem Vergleich. Unser Neuzugang
Martin Lünzmann erspielte sich eine Stellung mit Mehrbauer, aber irgendwie ging
nichts vorwärts. Aber dann stellte der Gegner ziemlich schnell die Partie
selbst weg. Peter Barker hat auch schnell einen Mehrbauern + bessere Stellung,
musste aber im Gegensatz zum Martin bis ins Endspiel, um den ganzen Punkt
einzufahren. Frank an Brett eins stand lange besser ohne etwas Greifbares,
verwirklichte dann einen Bauernvorteil am Damenflügel. Schwarz konnte zwar
alles irgendwie blockieren, hatte aber dann keine Züge mehr und musste
letztendlich einen schlechten machen. Damit Endstand, besser wie im Vorjahr:
3,5 : 0,5.
Bitte die einleitenden Worte
nicht missverstehen. Aber ihr müsst beim nächsten Pokalspiel gegen
Heiligkreuzsteinach einfach selbst mal antreten ...
Andreas Teuber